Neuer Stadtraum B14 - Städtebaulicher Wettbewerb
**Thema:** Stadtentwicklung
**Projektziel:** Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs
**Zielgruppe:** Alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter
---
## April 2024: „Neuer Stadtraum B14“ - Rahmenplan und Verkehrsgutachten beschlossen
Die Umgestaltung der Verkehrsachse der B14 durch Stuttgart und die damit verbundene städtebauliche Reparatur sind einen wichtigen Schritt vorangekommen.**Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik (STA) hat am Dienstag, 30. April 2024, mehrheitlich beschlossen, die weiterführenden Rahmenplanung „Neuer Stadtraum B14“ auf den Weg zu bringen. Die Verwaltung kann damit den Auftrag zur Planung vergeben.**
**Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt begrüßt den Beschluss** : „Das Projekt ‚Neuer Stadtraum B14‘ ist ein zentrales Projekt zur Stadtreparatur in der Innenstadt und zur Verbesserung der öffentlichen Räume mitten in unserer Stadt. Ein wichtiger Schritt dafür ist nun getan.“
Grundlage der Rahmenplanung ist die im städtebaulichen Planungswettbewerb“ prämierte Arbeit des Stuttgarter Büros asp Architekten GmbH & Koeber Landschaftsarchitekten. Sie war im September 2020 einstimmig mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurden. Das Preisgericht empfahl, die weiteren Planungen aufgrund dieses Siegerentwurfs vorzunehmen. Dies wird nun umgesetzt.
Unter dem Leitbild der lebenswerten Stadt soll der rund vier Kilometer lange Straßenraum der B14 vom Marienplatz bis zum Schwanenplatz **umgebaut** und **aufgewertet** werden. Die Flächen für den motorisierten **Verkehr, Rad- und Fußverkehr und öffentlichen Personennahverkehr sollen neu aufgeteilt und umgestaltet** werden und künftig mehr **Grünflächen** und eine höhere **Aufenthaltsqualität** aufweisen. Die trennende Wirkung des Straßenraums soll überwunden und zugleich die Ziele einer klimagerechten und nachhaltigen Stadt umgesetzt werden.
### Rahmenplanung mit Beteiligung der Öffentlichkeit
Aufgabe ist die Erstellung einer städtebaulichen Rahmenplanung als Grundlagen für weiterführende Bauleitplanung, Planungs- und Realisierungsverfahren. Dazu zählen:
* **Strategieplanung zur stufenweiser Umsetzung des Konzeptes**
* **Erarbeitung von Leitlinien für den ganzen Straßenzug**
* **Vertiefenden Planungen für Teilgebiete**
* **Lösungsvorschläge für die Verkehrsbauwerke**
Die Verkehrsplanung für die künftige B14 wird als zentrale Grundlage für die städtebauliche Planung in einem separaten Verfahren vergeben. In dieser Machbarkeitsstudie wird untersucht, wie die Verkehrsflächen im Stadtraum der B14 für alle Verkehrsarten in Schritten nachhaltig weiterentwickelt werden können und wie die wichtigen dortigen Verkehrsknoten zukünftig aussehen können.
Geplant ist, dass die **Rahmenplanung bis 2026 fertiggestellt** und dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt wird. Sie wird dann verbindliche Planungsgrundlage für weiterführende Maßnahmen in der Freiraum- und Grünplanung, im Straßenbau, Hoch- und Tiefbau sein.
**Im Jahr 2025 soll die Öffentlichkeit anhand von Zwischenergebnissen über die Planung informiert und beteiligt werden.**
Auf der Webseite der Landeshauptstadt Stuttgart sind die [Vorlage zum Rahmenplan "Neuer Stadtraum B14"](https://www.domino1.stuttgart.de/web/ksd/ksdRedSystem.nsf/0/F018FBC85E5DDB4FC1258ADE003CCA68/$File/51A441382B7AC08EC1258AB60027694B.pdf?OpenElement) sowie die [Vorlage zur Machbarkeitsstudie zur verkehrsplanerischen Umsetzung](https://www.domino1.stuttgart.de/web/ksd/ksdRedSystem.nsf/0/A920A03D60E5748BC1258AD90031CDEC/$File/E6B90EDB711FFE60C1258AAD004EF43C.pdf?OpenElement) abrufbar.
---
## September 2020: Planungswettbewerb entschieden
Am Mittwoch, 16. September 2020, hat das Preisgericht den Sieger und die ausgezeichneten Arbeiten festgelegt. Der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft asp Architekten GmbH/Koeber Landschaftsarchitekten Gmbh hat in Zusammenarbeit mit StetePlanung nach der Entscheidung des Preisgerichts den ersten Platz belegt. Weitere Infos finden Sie unter dem Reiter ["Ergebnisse".](/stadtentwicklung/b14/?tab=2)
---
## April 2020: Corona-Krise verzögert Zeitplan
Von der aktuellen Corona-Lage ist auch der Zeitplan des Wettbewerbs betroffen. Der Abgabetermin wurde vom 24. April 2020 auf den 15. Juli 2020 verschoben. Die Sitzung des Preisgerichts ist - vorbehaltlich der weiteren Entwicklungen - für den 15./16. September vorgesehen.
---
## Dezember 2019: Ausschuss beschließt Wettbewerbsverfahren
Der Stadtraum an der B14 soll attraktiver werden: Zwischen **Marienplatz und Schwanenplatztunnel** soll mehr Aufenthaltsqualität geschaffen werden. Ziel ist, die vorhandene Verkehrsfläche und das Verkehrsaufkommen um 50 Prozent zu verringern. Vor allem die trennende Wirkung der B14 soll aufgelöst werden. Dazu lobt die Stadt jetzt einen **städtebaulichen Wettbewerb** aus. Das dazugehörige Verfahren hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik am Dienstag, 17. Dezember 2019, beschlossen.
In einem ersten Schritt soll ein **internationaler Planungswettbewerb** Ideen für den gesamten Stadtraum generieren und eine Grundlage für die weiteren Planungen schaffen. In einem zweiten Schritt folgt eine **Studie zur Machbarkeit**. Mit ihnen soll untersucht werden, wie erste Realisierungsschritte aussehen können. Außerdem soll mit ihrer Hilfe das vorhandene Wettbewerbsergebnis nochmals überprüft und weiter vertieft werden. Anschließend wird mit der Umsetzungsplanung begonnen. Alle relevanten Unterlagen finden Sie in der Gemeinderatsdrucksache 950/2019 unter dem Reiter ["Links & Downloads"](/content/bbv/details/293/?tab=3).
Bis Ende **Januar 2020** soll das **Wettbewerbsverfahren europaweit** bekanntgemacht werden. Den Wettbewerbsstart hat die Verwaltung auf den 10. Februar 2020 festgelegt.
Beim öffentlichen **Rückfragenkolloquium** am 19. Februar 2020 haben interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, als **Beobachter** dabei zu sein (siehe ["Teilnehmen"](/content/bbv/details/293/phase/618/#teilnehmen)).

### Ziele des Wettbewerbs
Bei der Neugestaltung des Stadtraums an der B14 soll der öffentliche Raum aufgewertet werden. Dazu zählen eine **attraktive Infrastruktur** für Fußgänger und Radfahrer sowie begrünte Stadträume. Auch **neue Mobilitätsanforderungen** sollen berücksichtigt werden.
Das Wettbewerbsgebiet erstreckt sich vom Marienplatz bis zum Schwanenplatztunnel. Am Charlottenplatz soll auch der Abschnitt bis zum Kunstmuseum in die Betrachtung mit einfließen. Grafik: Stadt Stuttgart; Fotos: Thomas Wagner, Horst Rudel, Max Kovalenko
---
## September 2019: Wettbewerb zur Zukunft der B14
**Die Landeshauptstadt Stuttgart beabsichtigt, im Herbst 2019 das Wettbewerbsverfahren "Neuer Stadtraum B14" zu starten. Davon hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 26. September 2019, Kenntnis genommen. Ziel ist es, den Stadtraum an der B14 zwischen Schwanenplatztunnel und Heslacher Tunnel neu zu gestalten und die heute vorhandene Verkehrsfläche und das Verkehrsaufkommen um 50 Prozent zu reduzieren.**
Als erster Schritt soll ein internationaler Planungswettbewerb durchgeführt werden. Ziel ist es, zunächst Ideen für den gesamten Stadtraum und eine Grundlage für die weiteren Planungen zu erhalten. So werden verschiedene Abschnitte und Randbedingungen im Wettbewerbsgebiet berücksichtigt und gleichzeitig zusammen als ein Stadtraum betrachtet. Der Wettbewerb soll nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe RPW 2013 mit einer begrenzten Teilnehmerzahl und einem vorgeschaltetem Bewerberverfahren durchgeführt werden. Es sind Arbeitsgemeinschaften (ARGE) aus Architekten/Stadtplanern mit Verkehrsplanern zu bilden. Die Beteiligung von Landschaftsarchitekten ist gewünscht.
Diese Ergebnisse dienen in einem nächsten Schritt der Vergabe von Machbarkeitsstudien. Diese sollen erste Realisierungsabschnitte definieren, das vorhandene Wettbewerbsergebnis nochmals überprüfen und weiter vertiefen. Daran anschließend wird mit der Umsetzungsplanung begonnen.
### Ziele des Wettbewerbs
Wesentliche Ziele des Vorhabens sind eine deutliche Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Raums, Schaffung von Aufenthaltsqualität, Herstellung attraktiver Fußgängerverbindungen und Fahrradinfrastruktur, Begrünung der neuen Stadträume, die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs um 50 Prozent und die trennende Wirkung der B14 zu beseitigen. Darüber hinaus sollen neue Anforderungen an die Mobilität und neue Entwicklungen von Formen der Mobilität berücksichtigt werden.
Bereits seit Mitte der 1980er Jahre gibt es Bestrebungen, die B14 stadtraumverträglich umzugestalten und öffentlichen Raum zurückzugewinnen. Zu diesem Ziel wurden bereits ein Wettbewerb durchgeführt und städtische oder private Planungen initiiert, die aber bislang nie oder nur in Teilen - wie etwa die Überdeckelung am Charlottenplatz - umgesetzt wurden. Das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung hat einen städtebaulichen Wettbewerb vorbereitet, in dessen Vorfeld sich alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter beteiligen können. Der Gemeinderat hat die entsprechenden Mittel für den Wettbewerb bereitgestellt.
### B14 bewegt die Bürger
Die Zukunft der B14 und der "Kulturmeile" als Teil des Cityrings wird in der Stadtgesellschaft intensiv und kontrovers diskutiert. Die Stadt möchte die aktuellen Impulse aufgreifen und als Unterstützung für den beginnenden Planungsprozess zur Umgestaltung der B14 nutzen. Im Dezember 2017 hat zu diesem Thema bereits eine erste öffentliche Veranstaltung zur Entwicklung der B14 im Wilhelmspalais stattgefunden, die von Oberbürgermeister Kuhn geleitet wurde. **Im Juli 2018 folgte eine weitere Bürgerbeteiligung zum Wettbewerb, an der Bürgerinnen auch online ihre Ideen einbringen konnten. In deren Ergebnis wurde die Abgrenzung des Wettbewerbsgebiets neu gefasst und ausgeweitet.**
Erstreckte es sich zu Beginn vom Gebhard-Müller-Platz bis zum Österreichischen Platz, sollen nun auch markante Punkte in den Anschlussbereichen vom Österreichischen Platz bis zum Marienplatz und vom Gebhard-Müller-Platz bis zum Schwanenplatztunnel in den Wettbewerb miteinbezogen werden. Am Charlottenplatz soll auch der Abschnitt bis zum Kunstmuseum in die Betrachtung mit einfließen. Seitlich wird das Wettbewerbsgebiet durch die Fassaden der Gebäude begrenzt. Parallel laufende Verfahren zum Kulturquartier, zur Opernsanierung und zur Königstraße 1-3 sind nicht Bestandteil des Wettbewerbs.
### Rückblick auf die Bürgerbeteiligung im Juli 2018
Das geplante Wettbewerbsverfahren soll trotz seiner komplexen Problemstellungen so transparent und überschaubar wie möglich gestaltet werden. Um erste Ideen und Vorschläge für einen Auslobungstext zum städtebaulichen Wettbewerb zu erhalten, veranstaltete die Landeshauptstadt Stuttgart im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses am Samstag, 21. Juli 2018, von 10 bis 15 Uhr eine Bürgerbeteiligung. Diese hatte zum Ziel, die planerischen Grundlagen des städtebaulichen Wettbewerbs öffentlich zu diskutieren. Die unterschiedlichen Interessen und Ansprüche sollen dabei offengelegt und zum Ausgleich gebracht werden.
Willkommen waren alle interessierten Stuttgarterinnen und Stuttgarter. Auch die zahlreichen Akteure, Vereine und Initiativen, die sich bereits im Vorfeld inhaltlich eingebracht haben, konnten mitwirken und ihre Belange und Visionen einbringen. Vertreter der angrenzenden Institutionen sowie lokale Händler und Gewerbetreibende waren ebenfalls angesprochen.
Ergänzend zur Bürgerbeteiligung hatten alle Stuttgarter auch die Möglichkeit, in einem Onlineforum hier auf dem Portal unter dem Reiter [**"Teilnehmen"**](/stadtentwicklung/b14/?tab=1) ihre Ideen und Vorschläge vom 13. Juli bis 6. August 2018 einzubringen. **Unter dem Reiter["Ergebnisse"](/stadtentwicklung/b14/?tab=2) finden sich ausführliche Informationen zur bisherigen Bürgerbeteiligung, eine Gesamtdokumentation sowie eine kurze Präsentation der Ergebnisse aus der Beteiligung. Weitere Informationen finden sich außerdem unter dem Reiter ["Links&Downloads"](/stadtentwicklung/b14/?tab=3).**
Durch die Beteiligung soll ein breiter Konsens über die planerischen Rahmenbedingungen erreicht werden. Dazu zählt auch das Wettbewerbsgebiet. Die gesellschaftliche Akzeptanz des künftigen Wettbewerbsergebnisses kann dadurch befördert werden. Außerdem dient die Veranstaltung dazu, Kenntnisse über den Planungsraum zu sammeln und für das Verfahren festzuhalten. Die Wettbewerbsteilnehmer können später davon enorm profitieren und daher nachhaltiger planen. Aus den Ergebnissen der Beteiligung wird ein Auslobungstext mit einer Aufgabenbeschreibung erarbeitet, der als Grundlage für den städtebaulichen Wettbewerb zur B14 dient. Über die Auslobung entscheidet dann der Gemeinderat.
---
## Rückblick: Diskussion zur Entwicklung der B14 im Dezember 2017
Rund 300 Interessierte kamen am 12. Dezember 2017 ins Stadtpalais, um über die Weiterentwicklung der B14 und der "Kulturmeile" zu diskutieren. Foto: Leif Piechowski
Stadtentwicklung
Ergebnisse
Ergebnisse der Bürgerbeteiligung "Neuer Stadtraum B14 - Städtebaulicher Wettbewerb"