Erweiterung der Grundschule Altenburgschule
### Sanierung und Erweiterung Reiterkaserne
Das 1914 auf den Überresten des ehemaligen Römerkastells errichtete, historische Gebäude ist ein Teil der damaligen Reiterkaserne und steht als einzigartiges Kulturdenkmal unter Denkmalschutz. Dieses wird im Rahmen des Projekts vollumfänglich saniert und mittels eines Neubaus erweitert.
Die Planung sieht eine Nutzung des Bestandsbaus über alle Geschosse vor, unter anderem mit Ganztagsbereichen, Fachklassenbereichen, Verwaltung und Mensa. Hier werden bauzeitliche Materialien wieder freigelegt. Prägende Baustrukturen bleiben erhalten.
Das zweigeschossige Erweiterungsgebäude ist im Kontrast zum Bestandsbau als leichte, modular vorgefertigte Holzkonstruktion geplant. Im Inneren orientieren sich zur besseren Integration die Klassen‐ und Differenzierungsräume um eine für Lernen und Aufenthalt aktivierte Mittelzone. Das Foyer ist mit einer Frei‐ und Sitztreppe sowie einem behindertengerechten Aufzug ausgestattet.
Auf dem Dach des Neubaus wird zusammen mit einer umfassenden Dachbegrünung eine PV‐Anlage angebracht. Die Ostfassade erhält im Bereich der Fluchttreppen eine Begrünung durch Kletterpflanzen.
Sollten bei der Gründung des Neubaus historische, gegebenenfalls sogar römische Funde zu Tage kommen, werden diese fachgerecht aufgenommen und gesichert.
Der geplante Erweiterungsbau wird an die Fernwärme der EnBW angeschlossen und nach der Energiewende mit klimaneutraler Wärme versorgt. Die thermische Gebäudehülle des Erweiterungsbaus wird mit einem hocheffizienten baulichen Wärmeschutz versehen. Für die Klassenzimmer und Nebenräume ist eine zentrale Be‐ und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vorgesehen. Die Baumaßnahme erfüllt die Vorgaben zum Nachhaltigen Bauen des Landes Baden‐Württemberg (NBBW).
Das Zentrum der Außenanlagen ist der Pausenhof, der mit Sitzmöglichkeiten zum Verweilen einlädt. Die großzügige Rasenfläche um den bestehenden, denkmalgeschützten Fahnenmast kann individuell genutzt werden, zum Beispiel zum Rennen oder Ballspielen. Der Fahnenmast wird restauriert und mit Sitzelementen aufgewertet. Im Süden des Neubaus befinden sich die Mensaterrasse und ein Schulgarten.
### Ausbau von Ganztagesgrundschulen in Stuttgart
Um den stetig wachsenden Bedarf an ganztägiger Betreuung von Grundschulkindern zu decken und die Koppelung von Pädagogik und Betreuung optimal zu gewährleisten, hat der Gemeinderat 2011 den sukzessiven Ausbau von Ganztagsgrundschulen in Stuttgart bis 2020 beschlossen. Gleichzeitig ist nach vorliegender Beschlusslage vorgesehen, in den nächsten Jahren alle anderen Betreuungsarten für Grundschulkinder von der Ganztagsgrundschule abzulösen. In absehbarer Zeit wird es daher nur noch die gesetzliche Ganztagsgrundschule (bis 15 Uhr oder 16 Uhr mit hinzubuchbaren Angeboten der Früh-, Spät- und Ferienbetreuung) und die Halbtagsgrundschule mit einer Betreuung bis 14 Uhr geben.
### **Beteiligungsmaßnahmen**
Die Landeshauptstadt Stuttgart ist als Schulträger zur Bereitstellung schulischer Infrastruktur verpflichtet. Das Schulverwaltungsamt als zuständiges Fachamt setzt deshalb bildungspolitische Vorgaben des Landes und des Gemeinderats an rund 160 Schulen um. Dabei steht die zukunftsorientierte Weiterentwicklung im Fokus. Ziel ist eine Verbesserung des städtischen Bildungsangebots und eine bedarfsgerechte Planung und Weiterentwicklung der Bildungsinstitution Schule.
Das Schulverwaltungsamt bindet bei diesen Vorhaben grundsätzlich die Vertreter der Schulgemeinden (Schulleitungen, Lehrer Kollegium, Elternvertreter sowie gegebenenfalls Schülervertreter) als Verantwortliche vor Ort und Nutzer der Schulgebäude in den Gestaltungs- und Planungsprozess mit ein. Zudem wird der Stadtbezirk über den Bezirksbeirat im Rahmen der politischen Beschlussfassung beteiligt.
Die voraussichtlichen Projektkosten liegen bei ca 35 Mio €.
Bildung, Bad Cannstatt, Schulsanierung, Aktiv