Erweiterung der Gemeinschaftsschule Weilimdorf

### Die Gemeinschaftsschule Weilimdorf soll ausgebaut werden Leitidee für das Projekt ist die Entwicklung des Schulareals zu einem Campus. Der Neubau fügt sich in die vorhandene Struktur ein und signalisiert mit seiner Öffnung zum neugestalteten Schulhof und dem Vorrücken aus der bestehenden Gebäudeflucht seine zentrale Sonderstellung. Im Stuttgarter Stadtbezirk Weilimdorf befindet sich an der Engelbergstraße der gemeinsame Schulstandort der Gemeinschafts-/Realschule Weilimdorf und der Engelbergschule (Grundschule). Die bisherige Realschule hat im Schuljahr 2015/2016 den Betrieb als Gemeinschaftsschule (GMS) beginnend mit Klassenstufe 5 aufgenommen. Die Einrichtung einer dreizügigen GMS wurde bereits im Herbst 2014 beantragt und im Frühjahr 2015 durch das Kultusministerium genehmigt. Mit der Genehmigung wurde die sukzessive Aufhebung des Realschulbereichs in Verknüpfung mit der sich aufbauenden GMS festgelegt. Im Schuljahr 2015/2016 wurden hier insgesamt 446 Schülerinnen und Schüler in 19 Klassen beschult. Auf die Eingangsklassen der gestarteten GMS entfielen davon 73 Schülerinnen und Schüler in drei Klassen. Im Schuljahr 2016/2017 hat die GMS ebenfalls drei Eingangsklassen gebildet. Mehrere Anmeldungen mussten dabei auf Grund der beengten Raumkapazitäten abgewiesen werden, da die aktuell 6. Klassenstufe bereits 4-zügig weitergeführt wird. Die Engelbergschule ist bislang eine 2-zügige Grundschule mit insgesamt acht Regelklassen. Im Schuljahr 2015/2016 besuchten 165 Schülerinnen und Schüler die Schule, davon jedoch ein großer Teil aus dem Schulbezirk der benachbarten Rappachschule. Im eigenen Aufkommen würde sich die Schule einzügig entwickeln. Mit dem Grundsatzbeschluss hat der Gemeinderat nun die sukzessive Zusammenlegung der Engelbergschule mit der Rappachschule am Standort Rappachschule ab dem Schuljahr 2017/2018 beschlossen. ### Neubau Mensa Im Erdgeschoss befinden sich die Mensa sowie die Funktionsbereiche Küche, Sanitäranlagen und Anlieferung. In den Obergeschossen sind die Schulbereiche um eine zentrale Mitte mit Lernlandschaft und Sanitärbereich angeordnet. Ein Foyer mit eingestellter Treppe verbindet Mensa und Schulbereiche. Die Anlieferung für die Mensa erfolgt im rückwärtigen Teil des Gebäudes von Osten her und ist klar vom Schulhof getrennt. Die Außenanlagen werden neugestaltet, terrassiert und durch einen einheitlichen Bodenbelag, neue Sitzstufen und Möbel, Baumneupflanzungen und eine Außenbestuhlung der Mensa aufgewertet. Das Erdgeschoss des Neubaus ist als massiver Gebäudesockel in sichtbarem Stahlbeton ausgebildet, der sich mit Aluminium‐Glastüren zum neugestalteten Schulhof nach Westen und Süden öffnet. In den Obergeschossen sind die Mittelzonen ebenso in Stahlbeton geplant. In den nach Osten und Westen orientierten Klassenbereichen dominiert das Material Holz. Die Konstruktion bildet sich auch in der Fassade ab: die Ost‐ und Westfassaden sind mit raumhohen Holz‐Fenstern mit Öffnungsflügeln verglast, an der Nord‐ und Südfassade sind Aluminium‐Glas‐Elemente vorgesehen. Bei den Holz‐ und Betonbauteilen wird eine nachhaltige Ressourcenverwendung verfolgt. Geplant ist der größtmögliche Einsatz von Holz als Baumaterial. Wo dies nicht möglich oder nicht sinnvoll ist, zum Beispiel aufgrund des Brandschutzes oder großer Deckenspannweiten, wird eine Optimierung der Betonbauteile und der Einsatz von Recyclingbeton angestrebt. Das Flachdach des Neubaus wird extensiv begrünt und mit einer PV‐Anlage ausgestattet. ### Beteiligungsmaßnahmen Die Landeshauptstadt Stuttgart ist als Schulträger zur Bereitstellung schulischer Infrastruktur verpflichtet. Das Schulverwaltungsamt als zuständiges Fachamt setzt deshalb bildungspolitische Vorgaben des Landes und des Gemeinderats an rund 160 Schulen um. Dabei steht die zukunftsorientierte Weiterentwicklung im Fokus. Ziel ist eine Verbesserung des städtischen Bildungsangebots und eine bedarfsgerechte Planung und Weiterentwicklung der Bildungsinstitution Schule. Das Schulverwaltungsamt bindet bei diesen Vorhaben grundsätzlich die Vertreter der Schulgemeinden (Schulleitungen, Lehrer Kollegium, Elternvertreter sowie gegebenenfalls Schülervertreter) als Verantwortliche vor Ort und Nutzer der Schulgebäude in den Gestaltungs- und Planungsprozess mit ein. Zudem wird der Stadtbezirk über den Bezirksbeirat im Rahmen der politischen Beschlussfassung beteiligt. ### Vorgesehener Zeitrahmen - Einreichung Baugesuch: Sommer 2020 - Durchführung Vorabmaßnahmen: Juli bis September 2021 - Baubeschluss: September 2021 - Baubeginn Mensa: November 2021 - Baufertigstellung Mensa: vsl. 2. Quartal 2026

Bildung, Baumaßnahme, Weilimdorf, Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks, Schulsanierung, Aktiv